Eigentlich ist Regen als natürlich destilliertes Wasser sauber. Zu Verschmutzungen kommt es durch Luftinhaltstoffe und Ablagerungen auf den Dachflächen, die vom Regenwasser aufgenommen werden. Vor allem in Innenstädten und Industriegebieten. Diese Schadstoffe wandeln den Regen in sogenannten "sauren Regen". Durch den Kontakt mit den Dachziegeln wird die darin enthaltene Säure aber wieder weitgehend neutralisiert. Lediglich geringfügig erhöhte Nitrit-, Blei- und Zinkwerte können auftreten, wenn diese Werkstoffe auf dem Dach verarbeitet sind. Auch die bakteriologische Untersuchung des Regenwassers zeigt, dass das feuchte Nass zum Teil Trinkwasserqualität hat, in jedem Fall aber zum Baden und Waschen genügt.
Filterung
Regenwasser muss vor Einlauf in den Tank fein gefiltert werden gegen Feststoffeintrag (siehe Filter 1 oder 5 auf dem Bild). Mit einem installierten Überlauf muss die obere Schwimmschicht ab und zu abgeführt werden (Überläufe siehe Tanks 2 und 4).
Anlagenspezifische Voraussetzungen
Regenwassertanks müssen lichtundurchlässig sein, damit Mikroorganismen- und Algenwachstum nicht gefördert wird. Dazu zählt auch die Temperatur, möglichst nicht über 18 Grad Celsius. Bei Erdtanks problemlos, bei Haustanks sollte dieser im unbeheizten Keller plaziert werden. Erdtanks müssen dicht gegen Fremdwasser und Schmutz sein sowie gegen Tiere gesichert (Einstieg dicht, Überlauf und sonstige Anschlüsse wie bei der auf dem Bild dargestellten Anlage CosmoRain).
Regenwasser ist sehr weich und benötigt deshalb geringste Waschmittelzusätze in der Maschine. Ist es gebietsweise sauer und metall-agressiv, ist eine Kunststoffrohr-Installation ratsam.